Am 21. Mai 2026 durfte der Quartierverein Bronschhofen die Anlage des Sicherheitsverbundes besichtigen. 26 Personen nahmen teil. In zwei Gruppen wurden wir von zwei Mitarbeitenden des Sicherheitsverbundes durch die Räume geführt. Der Sicherheitsverbund umfasst die Stadt Wil, Bronschhofen, Maugwil Rossrüti, Rickenbach, Wilen und Braunau. In den oberen 2 Stockwerken befinden sich Schulungsräume, beim grossen gehört eine kleine Küche dazu, einige Büros und Lager von Ausrüstung. Alles schöne helle Räume, tadellos aufgeräumt. Es gibt auch einen Pausenraum für das Personal. Die Schulungsräume kann man mieten. 10 festangestellte Personen sind tagsüber im Haus oder unterwegs. Sie erledigen kleine Hilfsdienste, halten die Anlage im Schuss und führen die beiden Löschzüge. Die Löschzüge werden durch Milizionäre gebildet, die für jeden Einsatz mit einem durchdachten Alarmsystem aufgeboten werden. In der grossen Einstellhalle für die Fahrzeuge gibt es ein Büro dort laufen bei einem Einsatz die Informationen zusammen, von dort wird die Kommunikation mit den Löschzügen aufrecht gehalten. Pro Löschzug sind ca. 70 Milizionäre zugeteilt, bei einem Alarm muss jeder sofort zurück melden, ob er kommen kann oder nicht. In der Regel kommen 25-30 Milizionäre zu einem Einsatz. In den beiden Löschzügen sind also ca. 140 Mann eingeteilt und dazu kommen ca. 20 Frauen, die vor allem für den Sanitätsdienst eingesetzt werden. Zu einem Löschzug gehört ein Vorausfahrzeug, das mit den ersten Milizionären zum Schadensplatz fährt. Dann kommt das Tanklöschfahrzeug mit 3000Litern Wasser, und 8 Plätzen für die Mannschaft. Unterwegs zum Brandplatz rüsten sie sich sofort mit den Atemschutzgeräten aus, damit sie am Brandplatz sofort mit den Löscharbeiten beginnen können. Sobald genügend Leute am Brandplatz sind werden Speiseleitungen ab Hydrant gelegt, um den Wasserverbrauch sicherzustellen. Das dritte Fahrzeug ist die Drehleiter. Mit ihr kann man bis 30 m hoch retten oder löschen. Es ist wohl das imposanteste Fahrzeug der Feuerwehr. Das 4. Fahrzeug ist ein Materialwagen mit einem grossen Container mit viel Kleinmaterial. Der Sanitätsdienst hat einen voll ausgerüsteten Rettungswagen, einen grossen Container mit Hilfszelten und weiterem Sanitätsmaterial. Soweit kam unsere Gruppe mit der Besichtigung. Dann kam ein Alarm auf dem Telefon unseres Gruppenleiters. "Ich muss ausrücken, muss die Besichtigung hier unterbrechen"… Auf dem Handy zeigte er uns noch die Mannschaft die schon zugesagt hatten zum Einsatz. Wir begaben uns an die Seite des Einstellraumes und beobachteten was jetzt vor sich ging. Schon sehr schnell kamen die ersten Männer herein, zogen sich rasch um, fassten den Helm und gingen zum nächsten Fahrzeug. Schon nach ca. 4 Min. fuhr das Vorausfahrzeug mit Alarm los. Ca. 1Min später fuhr das TLF weg und bald darauf auch die Drehleiter, dann ging auch das Materialfahrzeug. Wir erlebten einen eindrücklichen Einsatz von der Alarmierung bis zur Abfahrt aller Fahrzeuge. Das war sehr beeindruckend, alles lief ruhig, es brauchte kein Wort, jeder wusste wohin er gehen musste. Auch hier sahen wir, das Haus ist sehr gut durchorganisiert!
Quelle: Text Werner Frey / QVB