Frauenbund-Newsletter Mai 2026

Im neuen Newsletter berichten wir über: 

Schutz vor Vergewaltigung in der Ehe: Ein erkämpftes Recht

Hörst auch du öfter mal, dass wir keinen Feminismus mehr brauchen? Viele unserer Rechte verdanken wir Frauen, die für sie kämpften.

Sexuelle Gewalt in der Ehe galt lange nicht als Vergewaltigung, da die Ehe als dauerhafte Zustimmung verstanden wurde. Betroffene hatten kaum rechtlichen Schutz. 1992 wurde Vergewaltigung in der Ehe in der Schweiz strafbar und sexuelle Selbstbestimmung anerkannt. Zunächst wurde nur nach aktiver Strafanzeige ermittelt. Seit 2004 gilt Vergewaltigung, ob in oder ausserhalb der Ehe, als Offizialdelikt und wird ohne Strafantrag verfolgt.

Schutz vor sexueller Gewalt in der Ehe ist keine Selbstverständlichkeit. Er wurde von mutigen Frauen erkämpft, oft gegen massiven Widerstand. Frauenrechte wurden erkämpft, nicht geschenkt. Wir bleiben dran.

Im Rahmen unserer Kampagne «Frauenrechte. Erkämpft, nicht geschenkt.» würdigen wir feministische Errungenschaften sowie Frauen, die Kirchengeschichte schrieben, und schauen darauf, wie rechte Rhetorik im Netz Frauenrechte infrage stellt. 

Teile dieses Video via Instagram, Facebook, LinkedIn oder YouTube und hilf mit, sichtbar zu machen, dass Frauenrechte niemals selbstverständlich waren und es bis heute nicht sind. 

Orietta Gentile, Frauen- und Mütterverein Näfels-Mollis über Freiwilligenarbeit

Freiwilligenarbeit stiftet Sinn, schafft Gemeinschaft, stärkt Kompetenzen und bereichert das eigene Leben. Gemeinnützige Arbeit tut nicht nur der Gesellschaft gut, sondern auch den Freiwilligen selbst. Im Jahr der Freiwilligen erzählen Frauen, was ohne ihr Engagement fehlen würde und was ihnen das Freiwilligenengagement zurückgibt.


Orietta Gentile, Frauen- und Mütterverein Näfels-Mollis
▶️Was würde fehlen in deiner Gemeinde / in deinem Verein ohne dein Freiwilligenengagement?
Ohne meinen Einsatz würde der Frauen- und Mütterverein Näfels-Mollis nicht mehr existieren.
Dann hätten Frauen aus unserer Dorfgemeinschaft weniger Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen oder an gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen. Mütter mit Kindern müssten sich in anderen Dörfern nach passenden Angeboten umsehen – dabei konnten wir erst kürzlich zusammen mit dem Chinderschloss einen Kindernothilfekurs durchführen. Auch für ältere Frauen würden wichtige Begegnungsorte wegfallen. Statt gemeinsamer Treffen wie «Digital verbindet» oder dem Kafi-Treff im Altersheim würde man sich eher nur noch im kleinen, privaten Rahmen sehen.
Wir spüren sehr deutlich, dass der Wunsch nach Gemeinschaft nach wie vor gross ist. Die Menschen schätzen es, wenn es Angebote gibt, die verbinden. Wir leisten mit unserem Engagement einen wichtigen Beitrag zur sozialen Vernetzung im Dorf – denn gerade heute sind echte menschliche Verbindungen wichtiger denn je.


▶️Was gibt dir dein Freiwilligenengagement zurück?
Mein Engagement gibt mir das Gefühl, etwas Sinnvolles für meine Mitmenschen zu tun. Es ist für mich ein wertvoller Ausgleich zu Arbeit und Familie – etwas, das ich bewusst für andere und für unsere Gemeinschaft mache. Ich bin überzeugt, dass genau das wichtig ist: Wenn wir alle nur für uns selbst leben würden, würde unserer Gesellschaft etwas Entscheidendes fehlen.
Der konkrete Beitrag, den ich leisten kann, und die Freude, die dabei entsteht, erfüllen mich mit Glück und geben meinem Leben zusätzlichen Sinn.
 
#JahrderFreiwilligen #internationalvolunteeryear
Mehr erfahren

Frauen schreiben Kirchen(Geschichte): Christine de Pizan

Kirchliche Frauenbilder waren lange geprägt von festen Vorstellungen darüber, «wie» Frauen sein sollen: demütig, dienend, mütterlich, hingebungsvoll. Religiöse Frauenbilder – etwa Maria als Ideal von Gehorsam und Hingabe, die selbstlose Heilige oder die «Kirche als Braut» – haben diese Erwartungen zusätzlich verstärkt. Solche Ideale können inspirieren oder einengen. Die Serie «Frauen schreiben (Kirchen)Geschichte» macht deshalb Frauen aus der Kirchengeschichte sichtbar, die andere Wege gingen. Frauen, die öffentlich auftraten, theologisch eigenständig dachten, Reformen anstiessen oder geistliche Autorität beanspruchten. Ihre Geschichten eröffnen neue Perspektiven – und ermutigen dazu, Handlungsspielräume in Kirche und Gesellschaft selbstbewusst wahrzunehmen. Eine von ihnen ist Christine de Pizan.  

Frauenbund Sins: Eine neue Lösung für die Kommunikation

Wie bleibt der Verein einfach, datenschutzkonform und aktuell in Kontakt? Der Frauenbund Sins zeigt, wie die App beUnity den Austausch mit Mitgliedern erleichtert – von Einladungen zu Anlässen bis zur Zusammenarbeit im Vorstand. Warum diese Lösung den Vorstand überzeugte und welche ersten Erfolge zu verzeichnen sind, berichtet Claudia Schrödel.

Jetzt lesen