Matchbericht 1MS: Was für ein Comeback zum dritten Sieg!

Mit einem Sieg gegen die zweite Mannschaft des FC Wädenswil könnten wir bis zum Wochenende auf Tabellenplatz 1 klettern, Grund dafür war das auf Donnerstagabend vorgezogene Spiel. Und damit war unsere Motivation klar: Ein Sieg sollte her, damit wir uns daran gewöhnen können, zuoberst zu stehen.

von Fabian Oser

Leider kann man nicht immer das umsetzen, was man sich vorgenommen hat. Wir erwischten einen sehr schlechten Start und wurden eiskalt geduscht. Nach nicht einmal zehn gespielten Minuten lagen wir mit 0:2 zurück. In der 5. Minute agierten wir in der Defensive zu passiv, ein Querpass konnte nur ungenügend geklärt werden und im Rückraum wurde ein Spieler der Gäste vergessen, welcher unbedrängt zur frühen Führung einnetzen konnte. In den Startminuten waren die Gäste klar besser als wir, und sie belohnten sich dafür. Nur wenige Minuten nach dem Führungstreffer bekamen die Gäste in Grau einen Eckball zugesprochen. Dieser landete punktgenau auf dem Kopf eines Mitspielers, 0:2 (9. Spielminute) …

Nun schienen wir erwacht zu sein. Nach einer taktischen Umstellung auf eine 4er-Kette liessen wir den Ball besser laufen und erspielten uns einige Torchancen. Wir versuchten, nicht hektisch zu werden, es war noch mehr als genügend Zeit, die Partie zu drehen. So zog Gioele nach einem langen Pass an seinem Gegenspieler vorbei, sah den besser postierten Silvan, der schnell den Abschluss suchte, doch nur das Aussennetz traf. Nur wenige Minuten später, nach einem schnell ausgeführten Einwurf auf der rechten Seite, setzte sich Noah Sas mit einer schönen Körpertäuschung gegen die Verteidiger durch, steckte dann auf Cedric durch, welcher sich nicht zweimal bitten liess und flach zum 1:2 abschloss (23. Spielminute).

In der Folge setzten wir Wädenswil immer mehr unter Druck und sie wussten sich in dieser Phase nur mit harten Tacklings zu helfen. Bis zur Halbzeitpause sahen die Gäste dreimal den gelben Karton. Mit den daraus resultierenden Freistössen aus dem Halbfeld wurden wir ein paarmal gefährlich – und auch der Ausgleichstreffer fiel nach einem Standard. Von der Strafraumkante beförderte Loren den Ball mit dem linken Fuss in den Strafraum. Abgelenkt von der Mauer gelangte die Kugel auf die Brust von Cedric, mit der er den Ball über die Linie drücken konnte. Ein kurioses Tor zum 2:2 (36. Spielminute).

Wir spürten, dass in Halbzeit eins noch mehr möglich war. Und so kam es auch: Nach gutem Gegenpressing nach einem Ballverlust in der Hälfte des Gegners landete der Ball bei Loren. In seiner gewohnten Manier umkurvte er einen Gegenspieler nach dem anderen und schloss aus spitzem Winkel präzise ins rechte untere Eck ab, 3:2 (44. Spielminute). Den Fehlstart konnten wir bis zum Pausenpfiff korrigieren.

Die zweite Halbzeit bot weniger Spektakel für die Zuschauer:innen auf der Hochweid. Beide Mannschaften bekundeten lange Zeit Mühe, sich Torchancen zu erspielen. Die Gäste aus Wädenswil kamen nur mit Freistössen und langen Bällen in Tornähe, doch auch wir hatten etwas die Kreativität verloren. Viele Wechsel, Verletzungspausen und harte Zweikämpfe prägten die zweite Halbzeit, vier weitere gelbe Karten waren die Folge (beide Mannschaften erhielten je zwei). In den Schlussminuten konnten wir noch eine gute Möglichkeit verzeichnen: Raul setzte sich auf der rechten Seite gegen seinen Gegenspieler durch und legte auf den mitgerückten Milos ab. Sein Abschluss war jedoch zu unplatziert und konnte pariert werden. Und so plätscherte das Spiel seinem Ende entgegen. Nach einigen Minuten Nachspielzeit konnten wir über einen weiteren knappen Sieg jubeln.

Man kann wohl kaum einen schlechteren Start erwischen als wir gegen Wädenswil. Nach zehn Minuten mit zwei Toren im Rückstand zu sein, war sicher nicht unser Plan. Doch die Reaktion darauf war genial! Wir konnten die ersten 20 Spielminuten, welche wirklich schlecht waren, abhaken und ohne Hektik unser Spiel aufziehen. So waren wir in der Lage, das Spiel zu kehren. So ein Sieg sagt viel über eine Mannschaft aus: Wir haben Charakter, einen starken Teamgeist und lassen uns nicht aus der Ruhe bringen.

Nach zwei spielfreien Wochenenden empfangen wir am Chilbi-Wochenende den FC Affoltern a/A, gegen welchen wir in der Vergangenheit schon einige Male Mühe bekundet hatten. Hoffentlich bis dann und wie immer:

1, 2, 3 – KiRü!
FC Kilchberg-RüschlikonInstitutionnel