Nicht die erhoffte Reaktion – Matchbericht 1. MS
Nach langen vier Monaten Pause durften wir auf der Hochweid endlich wieder eine Mannschaft empfangen. Am Samstagabend gastierte die zweite Mannschaft des FC Wettswil-Bonstetten in Kilchberg.
von Ramon Boscarelli
Nach dem Unentschieden im Eröffnungsspiel war die Ausgangslage klar: Wir wollten eine Reaktion zeigen, ein anderes Gesicht präsentieren und die drei Punkte zuhause behalten. Die Bedingungen dafür waren eigentlich ideal. Bei leichtem Nieselregen, einem schnellen Platz und angenehmen 15 Grad herrschte perfektes Fussballwetter.
von Ramon Boscarelli
Nach dem Unentschieden im Eröffnungsspiel war die Ausgangslage klar: Wir wollten eine Reaktion zeigen, ein anderes Gesicht präsentieren und die drei Punkte zuhause behalten. Die Bedingungen dafür waren eigentlich ideal. Bei leichtem Nieselregen, einem schnellen Platz und angenehmen 15 Grad herrschte perfektes Fussballwetter.
Wir starteten entsprechend entschlossen und selbstbewusst in die Partie. Von Beginn weg hatten wir viel Ballbesitz, liessen den Ball sauber durch die eigenen Reihen laufen und bestimmten das Geschehen. Zwar konnten wir uns aus dem Spiel heraus zunächst nur wenige wirklich gefährliche Torchancen erarbeiten und wurden vor allem nach Standardsituationen auffällig, doch defensiv standen wir stabil und liessen hinten kaum etwas zu.
Dann kam die 20. Minute – und mit ihr ein Moment, den man nicht alle Tage sieht. Nach einer Ecke für Wettswil-Bonstetten pflückte Thomas den Ball souverän aus der Luft und schaltete blitzschnell um. Mit einem überragenden Auskick beförderte er den Ball rund 60 Meter nach vorne, genau in den Lauf von Tim Frey. Dieser behauptete den Ball stark, liess seinen Gegenspieler aussteigen und schob eiskalt am Torhüter vorbei zur 1:0-Führung ein. Ein Treffer wie aus dem Lehrbuch – und ein Assist der Extraklasse.
Auch in der Folge blieben wir konzentriert, verteidigten aufmerksam und hielten das Spiel weitgehend unter Kontrolle. Zwar spielte sich vieles im Mittelfeld ab und beide Mannschaften kamen nur selten zu klaren Abschlüssen, doch wir liessen nichts anbrennen und nahmen die knappe, aber verdiente Führung mit in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich allerdings ein anderes Bild. Wettswil-Bonstetten kam deutlich wacher und aggressiver aus der Kabine. Jeder gewonnene Zweikampf wurde lautstark gefeiert, was dem Gegner sichtbar zusätzliches Selbstvertrauen gab. Wir hingegen fanden zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht mehr zu unserer Souveränität zurück und versuchten vermehrt, uns mit langen Bällen im Spiel zu halten.
In der 52. Minute fiel dann der Ausgleich. Nach einem Freistoss nahe der Eckfahne segelte der Ball durch unseren Strafraum. Obwohl die Hereingabe an fast allen vorbeiging, gelang es uns nicht, die Situation entscheidend zu klären. Der Ball landete schliesslich vor den Füssen eines Gegners, der nicht lange fackelte und ihn per Volley unhaltbar unter die Latte drosch – 1:1.
Leider blieb die erhoffte Antwort unsererseits zunächst aus. Im Gegenteil: Nur kurze Zeit später nutzte Wettswil-Bonstetten das Momentum eiskalt aus. Mit einem Angriff durch die Mitte kombinierten sie sich durch unsere Reihen, bis plötzlich ein Spieler frei vor unserem Torhüter im Sechzehner auftauchte und den Ball gekonnt ins linke untere Eck einschob. Die Partie war gedreht – 1:2.
Nach diesem Doppelschlag brauchten wir einen Moment, um uns vom Schock zu erholen. Gleichzeitig liess der Druck des Gegners etwas nach, was uns wieder besser ins Spiel brachte. Mit frischen Kräften von der Bank konnten wir in der Schlussphase das Momentum nochmals auf unsere Seite ziehen und in den letzten 15 Minuten vermehrt Druck aufbauen. Wirklich zwingend wurden wir jedoch nur noch vereinzelt – unter anderem durch unser Verteidiger-Juwel Luka und Altmeister Alessio Piccino. Trotz aller Bemühungen wollte der Ausgleich nicht mehr fallen.
So mussten wir uns am Ende mit 1:2 geschlagen geben.
Das ist nicht der Start in die Rückrunde, den wir uns erhofft hatten. Nach dem Unentschieden gegen Lachen folgt nun die Niederlage gegen Wettswil-Bonstetten. Die harte Arbeit in der Wintervorbereitung mit intensiven Trainings und Testspielen scheint sich momentan noch nicht in Punkten auszuzahlen. Dennoch gilt es jetzt, die Köpfe oben zu behalten, aus dieser Partie die richtigen Lehren zu ziehen und weiter hart an uns zu arbeiten. Wir sind überzeugt, dass sich unser Einsatz früher oder später auszahlen wird.
Bereits nächsten Samstag bietet sich die nächste Chance. Dann heisst es wieder: alles reinwerfen, 120 Prozent geben und gegen den FC Wollerau eine Reaktion zeigen.
1,2,3 KIRÜÜÜ!!