Was die neue Enzyklika «Magnifica humanitas» erkennt und was sie ausblendet

Die neue Enzyklika «Magnifica humanitas» von Papst Leo XIV. hat weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt.

Der Papst zeichnet dabei kein düsteres Zukunftsbild. Im Gegenteil: Technologie kann Menschen verbinden und zur Lösung grosser Probleme beitragen. Gleichzeitig warnt er vor der wachsenden Macht weniger Tech-Konzerne und vor einer digitalen Welt, in der Menschen zunehmend auf Daten und Algorithmen reduziert werden.

Besonders eindrücklich ist die Analyse von Machtkonzentration und Machtasymmetrien. Die Enzyklika beschreibt, wie digitale Technologien und die Interessen weniger globaler Konzerne das Leben von Menschen prägen und beeinflussen können.

Gerade vor diesem Hintergrund fällt auf, dass die Kirche selbst nur selten als Teil von Machtstrukturen in Erscheinung tritt. Fragen der Geschlechtergerechtigkeit und die Stellung von Frauen in der katholischen Kirche bleiben weitgehend ausgeblendet. Dabei hätten sie sich als Teil jener Auseinandersetzung mit Macht, Teilhabe und Gerechtigkeit durchaus aufgedrängt.

Das schmälert die Bedeutung der Enzyklika nicht. Es verweist vielmehr auf eine Leerstelle in einem klugen und weitreichenden Text. Mehr erfahren 
Frauenbund SchweizUfficiale