Gemeinsam gegen Konversionsmassnahmen

In der Schweiz sind Schätzungen zufolge bis zu 80’000 Menschen von Konversionsmassnahmen betroffen. Rund ein Drittel war zu Beginn dieser Praktiken minderjährig. Die neu gegründete Koalition gegen Konversionsmassnahmen vereint bereits über 60 Organisationen und setzt sich für einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Betroffenen ein.

Konversionsmassnahmen zielen darauf ab, die sexuelle Orientierung und/oder die Geschlechtsidentität einer Person zu verändern oder zu unterdrücken. Das bedeutet zum Beispiel, dass homosexuelle, lesbische oder bisexuelle Menschen «heterosexuell gemacht» werden sollen. Oder dass trans Personen gezwungen werden, sich mit dem Geschlecht zu identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Man spricht dabei manchmal auch von «Konversionstherapien». Mit echten Therapien haben diese Massnahmen jedoch nichts zu tun. Sie wirken nicht und können bei Betroffenen grosses Leid sowie schwere psychische Folgen verursachen.

Der Bundesrat anerkennt inzwischen ebenfalls, dass Konversionsmassnahmen schädlich und unwirksam sind. Doch nun braucht es konkrete gesetzliche Schritte, damit Betroffene wirksam geschützt werden.

Auch Frauenbund Schweiz ist Teil der Koalition gegen Konversionsmassnahmen. Gemeinsam mit Betroffenen, Fachpersonen und zahlreichen Organisationen setzen wir uns dafür ein, dass diese schädlichen Praktiken in der ganzen Schweiz verboten werden.

Mehr über die Koalition, ihre Forderungen und die beteiligten Organisationen erfahrt ihr unter www.konversionsmassnahmen.ch.


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