Lebenshilfe: Auch die Privatwirtschaft muss barrierefrei werden!

Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes hat noch erhebliche Schwachstellen, die im parlamentarischen Verfahren behoben werden müssen.

 Berlin.
Lange haben Menschen mit Unterstützungsbedarf auf die im Koalitionsvertrag angekündigte Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) warten müssen. Insofern begrüßt die Bundesvereinigung Lebenshilfe, dass es jetzt einen Kabinettsbeschluss gibt, der erstmals einen ausdrücklichen gesetzlichen Anspruch auf angemessene Vorkehrungen enthält, also Hilfestellungen im Einzelfall zur Überwindung von Barrieren. Das ist ein großer Fortschritt. Der Gesetzesentwurf hat allerdings noch erhebliche Schwachstellen, die im parlamentarischen Verfahren behoben werden müssen. So sieht die Reform keine umfängliche Verpflichtung privater Unternehmen zur Barrierefreiheit vor. Auch umfasst der Anspruch auf angemessene Vorkehrungen leider keine baulichen Veränderungen und muss innerhalb kurzer Fristen geltend gemacht werden.

Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D.: „Nach dieser sehr langen Vorbereitungszeit wünschen wir uns nun für die Menschen mit Behinderung insbesondere eine zeitnahe Verabschiedung und ein schnelles Inkrafttreten des Gesetzes. Dabei muss der Strucksche Satz gelten: Kein Gesetz verlässt den Bundestag so, wie es hineingekommen ist. Als Lebenshilfe sagen wir: Alle müssen ihren Beitrag leisten – auch der private Sektor! Gerade in einer alternden und vielfältigen Gesellschaft ist umfassende Barrierefreiheit notwendiger denn je.“

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Fortbildungen „Bildnerisches Gestalten“ und „Kreatives Schreiben“


Sabine Feldwieser, Kunstassistentin & Diplom-Psychologin, lädt zu ihren abschließenden Fortbildungen im Bereich „Bildnerisches Gestalten“ und „Kreatives Schreiben“ mit Menschen mit geistiger Behinderung und Lernbeeinträchtigung ein.

Die wichtigsten Informationen:
Anmeldung und ausführliche Informationen:
Im Anhang finden Sie alle Details zu den Seminaren sowie das Anmeldeformular. Zögern Sie nicht, sich bei Interesse direkt anzumelden oder die Information an Kolleg*innen und Ihr Netzwerk weiterzugeben!

Bei Rückfragen steht Sabine Feldwieser gerne telefonisch zur Verfügung (0521-121685). Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.diewortfinder.org

Bitte reichen Sie diese Information aktiv in Ihren Organisationen und Netzwerken weiter, damit möglichst viele Interessierte von diesem besonderen Angebot profitieren können.

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Jetzt anmelden und bewerben: Delegiertenwahl der Frauenbeauftragten NRW 2026

Wir möchten Sie über die bevorstehende Wahl der Delegierten zur Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Frauenbeauftragten NRW (LAG Frauenbeauftragte NRW) informieren. Die Wahl findet am 24. Februar 2026 im SportCentrum Kaiserau in Kamen statt. Es werden insgesamt drei Delegierte für den Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW gewählt.

Wer kann teilnehmen und sich bewerben?
Wichtige Hinweise:
Alle relevanten Informationen und die benötigten Formulare finden Sie als Anhang zu diesem Beitrag.

Für Rückfragen stehen Ihnen Hendrik Hoffjann und Kerstin Harsanj vom Paritätischen NRW gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung und zahlreiche Bewerbungen!

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Die Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland

Die Lebenshilfe NRW setzt sich für eine inklusive und diskriminierungsfreie Gesellschaft ein. Um mehr über Diskriminierungserfahrungen im Alltag zu erfahren, möchten wir auf eine wichtige Online-Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes aufmerksam machen:

👉 Jetzt teilnehmen: https://diskriminierung-umfrage.de/

Die Umfrage richtet sich an Menschen mit und ohne Behinderung und fragt nach persönlichen Erfahrungen mit Diskriminierung – zum Beispiel im Arbeitsleben, in der Freizeit oder beim Zugang zu Angeboten. Die Ergebnisse helfen, gezielte Maßnahmen gegen Diskriminierung zu entwickeln und das gesellschaftliche Miteinander zu stärken.

Ihre Meinung zählt!

Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und unterstützen Sie dieses wichtige Projekt. Die Teilnahme ist anonym und dauert nur wenige Minuten.

Wichtig:

Wir bitten Sie herzlich, die Umfrage auch in Ihren eigenen Netzwerken weiterzuleiten und zu teilen. Je mehr Menschen teilnehmen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse!

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Finanzierungskrise in der Eingliederungshilfe: Paritätischer schlägt Alarm

In einem aktuellen Offenen Brief warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband vor einer bedrohlichen Entwicklung im sozialen Sektor: Träger der Eingliederungshilfe stehen vor möglichen Insolvenzen. Mindestens aber vor gravierenden finanziellen Herausforderungen 

Tarifsteigerungen haben zu erhöhten Personalkosten geführt, doch der Landschaftsverband Rheinland (LVR) übernimmt diese Kosten nicht in vollem Umfang. Diese Finanzierungslücke stellt viele soziale Einrichtungen vor existenzielle Herausforderungen. Für die Lebenshilfe Kreis Mettmann sprach @Marius Bartos mit dem WDR.

Als Fachverband setzen wir uns für eine nachhaltige Finanzierung sozialer Arbeit ein. Denn nur so können wir die professionelle Unterstützung für Menschen mit Behinderung und ihre gesellschaftliche Teilhabe langfristig sicherstellen.

Der WDR hat diesen wichtigen Konflikt in einem aktuellen Beitrag aufgegriffen. 

📌 Link zum WDR-Beitrag: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-westblick-aktuell/audio-der-paritaetische-und-lvr-streit-ums-geld-100.html

EDIT: Inzwischen ist auch der Offene Brief veröffentlicht worden. Siehe Anhang mit Pressemittelung des Paritätischen NRW. 

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