Baugenossenschaft Brunnenhof

Geschlossen 332 Beitreten
Die BBZ wurde 1944 gegründet und ist heute eine mittelgrosse Genossenschaft mit rund 800 preiswerten Wohnungen für eine vielfältige Bewohnerschaft. Unsere Siedlungen sind in Zürich sowie in Schwerzenbach und Fällanden.

Mit der Community-App beUnity bieten wir allen Bewohner*innen eine Informations- und Vernetzungsplattform, die den persönlichen Austausch untereinander ergänzt und unterstützt.

Foto: René Tanner

Nettiquette

Mehr anzeigen

Zwischen Werkbank und Gemeinschaft

Wer wohnt denn da? Seit 13 Jahren lebt Patrick Wietlisbach mit seiner Frau und den beiden Kindern in der Genossenschaft – und ist längst mehr als nur Bewohner. Wer mit ihm spricht, merkt schnell: Hier geht es nicht nur ums Wohnen, sondern um Gemeinschaft, Engagement und darum, etwas zurückzugeben.

«Wir hatten schon Freunde hier und kannten Leute aus dem Umfeld – so sind wir zur BBZ gekommen», erzählt Patrick Wietlisbach. Heute schätzt er vor allem die Vielfalt und den Zusammenhalt: «In unserem Haus in der Künzlistrasse 47 leben Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Lebenssituationen. Gerade diese Mischung macht es lebendig – auch für unsere Kinder, die hier aufwachsen.»

Diese Lebendigkeit zeigt sich auch im Alltag. Unterstützung unter Nachbar*innen sei selbstverständlich: «Man hilft sich schnell mal – passt auf Kinder auf oder unterstützt bei administrativen Dingen, wenn es Sprachbarrieren gibt. Wichtig ist: Die Leute haben den Mut zu fragen.»

Für Patrick ist genau das ein Kern der BBZ: «Man hat Mitspracherecht und Gestaltungsmöglichkeiten. Jeder und jede kann sich nach seinen bzw. ihren Möglichkeiten und Ressourcen einbringen. Das finde ich sehr wertvoll.»

Ein Ort, der Perspektiven schafft

Neben seinem Familienleben engagiert sich Patrick seit rund zwei Jahren bei BROKIDS – einer Initiative, die Kinder und Jugendliche von 11 bis 14 Jahren auf ihrem Weg ins Berufsleben unterstützt. Der Zugang kam über frühere berufliche Stationen und Kontakte: «Ich habe früher in einer Anlaufstelle für Obdachlose gearbeitet. Währenddessen bin ich auf BROKIDS gestossen – und fand das Konzept sofort genial.»

Heute ist er als Betriebs- und Werkstattleiter tätig und verantwortet unter anderem den Laden in Seebach sowie das Werkstatttraining mit Jugendlichen. Dort sammeln die Kids erste praktische Erfahrungen: «Sie kommen einmal pro Woche und arbeiten an konkreten Projekten – zum Beispiel reparieren sie Velos oder andere Kinderartikel. So lernen sie Verantwortung und erleben direkt, was sie schaffen.»

Besonders wichtig ist ihm der praktische Bezug: «Man sieht sofort den Effekt der Arbeit – ein kaputtes Velo wird wieder fahrbar und jemand anderes hat Freude daran. Das motiviert enorm.»

Was ist BROKIDS?
BROKIDS unterstützt Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 14 Jahren dabei, sich auf die Berufswahl vorzubereiten. In zwei Reparaturwerkstätten mit integriertem Shop lernen die Teilnehmenden, gebrauchte Kinderartikel fachgerecht zu reinigen, zu reparieren und für den Verkauf aufzubereiten.


Im Rahmen von wöchentlichen Trainingseinheiten sammeln sie praktische Arbeitserfahrungen und erhalten Einblick in betriebliche Abläufe – von der Werkstatt bis zum Verkauf. Dabei werden sowohl handwerkliche Grundfertigkeiten als auch wichtige Sozial- und Alltagskompetenzen gefördert.


Das Angebot findet in der Freizeit statt (3 Stunden pro Woche) und wird von ehrenamtlichen Fachpersonen der Generation 55+ sowie einem Werkstattleiter begleitet. Ziel ist es, die Jugendlichen zu stärken und ihre Chancen bei der Lehrstellensuche zu verbessern. Die Teilnehmenden profitieren von praxisnahen Einblicken in verschiedene Berufsfelder, einem Zertifikat nach Abschluss sowie einer kleinen Entschädigung pro Einsatz. Gleichzeitig erleben sie eine sinnvolle und gemeinschaftliche Freizeitgestaltung mit Gleichaltrigen.


Mehr Infos gibt es hier.

Lernen, wachsen, Vertrauen gewinnen

BROKIDS bietet dabei mehr als erste handwerkliche Erfahrungen. Es ist auch ein geschützter Raum für persönliche Entwicklung. «Viele Kinder und Jugendliche sind im schulischen Kontext oder auch zu Hause gefordert oder überfordert. Hier können wir sie auffangen und begleiten.»

Ein Erlebnis ist ihm besonders geblieben: «Wir hatten einen Jugendlichen, der stark gemobbt wurde und sehr schüchtern war. Er war etwa eineinhalb Jahre bei uns. Am Ende hat er sich geöffnet, Vertrauen aufgebaut – und man spürt dann diese Dankbarkeit. Das sind Momente, die bleiben.»

Für Patrick ist klar: «Wir wollen ein Ort sein, an dem sich die Jugendlichen sicher fühlen – ein Safe Space.»

Engagement, das verbindet

Auch persönlich hat ihn die Arbeit geprägt: «Ich konnte mich handwerklich weiterentwickeln, aber vor allem hat mich das generationsübergreifende Arbeiten fasziniert. Junge und ältere Menschen zusammenzubringen – das wird immer wichtiger.»

Sein Antrieb? «Ich finde es schön, Menschen ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten und zu sehen, wie sie ihre Ziele erreichen. Teil davon zu sein, ist unglaublich erfüllend.»

Blick nach vorne

Für die Zukunft wünscht sich Patrick, dass BROKIDS weiter wächst: «Mehr Standorte, mehr Angebote – vielleicht auch individuelle Trainings für Jugendliche, die in Gruppen nicht so gut zurechtkommen.

Und auch für die Genossenschaft hat er einen klaren Wunsch: «Dass diese Offenheit und die Möglichkeit zur Mitgestaltung erhalten bleiben. Das ist nicht selbstverständlich.»

Mitmachen & unterstützen
BROKIDS lebt vom Engagement vieler – und freut sich über Unterstützung aus der BBZ-Gemeinschaft:


Ihr könnt mitmachen als:
  • Freiwillige*r Trainer*in in der Werkstatt
  • Unterstützer*in im Ladenbetrieb
Oder ihr unterstützt mit:
  • gut erhaltenen Kinderartikeln (z. B. Velos, Spielzeug), die repariert werden können
  • einem Besuch im Laden als Kund*in
Auch Kinder und Jugendliche sind willkommen, um erste praktische Erfahrungen zu sammeln und Teil eines unterstützenden Umfelds zu werden.

Gemeinsam schaffen wir Perspektiven – macht mit!

Wer wohnt denn da?

Wir möchten unseren Bewohner*innen gerne immer wieder Menschen vorstellen, die unsere Genossenschaft bereichern – mit ihren Geschichten, ihrem Engagement oder einfach durch ihre Art zu leben. Kennt ihr Menschen, die unbedingt porträtiert werden sollten? Oder möchtest du selbst deine Geschichte teilen?

Schreibt uns: jennifer.maurer@bgbrunnenhof.ch

Text und Fotos: Jennifer Maurer
Baugenossenschaft BrunnenhofOffizielles

Mehr Lebensraum für Tiere in unserer Siedlung – BBZ baut weitere Behausungen

Der Frühling kann kommen! Bereits im Februar haben wir euch kurz über die Totholzhaufen informiert. In der Zwischenzeit hat sich viel getan und wir freuen uns, euch heute etwas mehr dazu erzählen zu können: 

In unseren Siedlungen gibt es mehr tierische Besucher, als man vielleicht auf den ersten Blick vermutet. Mehrere Bewohner*innen haben beispielsweise Igel gesichtet – ein schönes Zeichen dafür, dass unsere Grünflächen bereits heute wertvollen Lebensraum bieten.

BBZ-Mitarbeiter Juliano De Paula, der bereits seit neun Jahren bei uns arbeitet, greift diese Beobachtungen kreativ auf und schafft zusätzliche Rückzugsorte für Tiere. Er hat im Februar damit begonnen, Insektenhotels und verschiedene Tierbehausungen zu bauen. Insgesamt entstanden bis heute rund 35 solcher Strukturen in unserer Stammsiedlung.

Ein besonderes Highlight ist eine pyramidenförmige Konstruktion, die als vielseitiger Lebensraum dient. Im unteren Bereich befindet sich ein geschütztes Igelhaus mit eigenen Eingängen, sodass sich die Tiere dort sicher zurückziehen können. Gleichzeitig bieten die unterschiedlichen Ebenen auch Vögeln und zahlreichen Insekten Platz.

Viele der Behausungen bestehen aus Totholz, Ästen oder natürlichen Materialien. In solchen Strukturen sammeln sich mit der Zeit Mikroorganismen, Käfer und andere kleine Lebewesen, wodurch ein kleiner, lebendiger Naturraum entsteht, der sich stetig weiterentwickelt. Einige der Totholzhaufen werden zusätzlich mit Paletten oder ähnlichen Materialien als natürlichem Regenschutz versehen.

Auch Wildhecken spielen eine wichtige Rolle: In ihnen finden Insekten Schutz und Nahrung. Deshalb werden diese Hecken nur etwa alle zwei Jahre zurückgeschnitten, damit sich dort möglichst viele Tiere ansiedeln können.

Mit diesen kreativen Ideen tragen Juliano und die anderen Kollegen aus den Technischen Diensten dazu bei, unsere Siedlung noch lebendiger, vielfältiger und tierfreundlicher zu gestalten.

Haltet also gerne die Augen offen – vielleicht entdeckt ihr bald neue Bewohner in der Siedlung.

Baugenossenschaft BrunnenhofOffizielles

Öffnungszeiten Ostern

Über Ostern bleiben unsere Büros und die Technischen Dienste durchgehend geschlossen:

Donnerstag, 2. April - Montag, 6. April 2026

Wir sind ab Mittwoch 8. April 2026 wieder für euch da.

Frohe Ostern.

Für den Fall der Fälle sind in den Treppenhäusern Notfallnummern angeschlagen. Bitte füllt auch bei Direktanrufen zusätzlich eine Reparaturmeldung aus.
Baugenossenschaft BrunnenhofOffizielles

Kein Mehrzins, tiefere Umtriebsentschädigung – viel Lob

In den letzten Wochen konntet ihr euch aktiv an der Überarbeitung des Vermietungsreglements beteiligen. Das Interesse war erfreulich gross – sowohl bei der schriftlichen Mitwirkung als auch an den beiden Informationsanlässen.

Gegen 80 Bewohner*innen besuchten die Anlässe in der Stammsiedlung und im «Chimli» Schwerzenbach. Marie-Luce Le Febve de Vivy aus dem Vorstand und Geschäftsführer Michel Nussbaumer stellten ihnen das überarbeitete Vermietungsreglement vor, erläuterten die Hintergründe und beantworteten Fragen. Dabei konnten sie auch mehrere gute Neuigkeiten bekannt geben.

Grosse Zustimmung zum Entwurf

Nach einer Einführung zu den Zielen der Überarbeitung durch Le Febve de Vivy (siehe Kasten unten) stellte Nussbaumer die Ergebnisse der vorangegangenen Mitwirkung vor. Insgesamt gaben 54 Genossenschafter*innen schriftlich Rückmeldungen zum Reglementsentwurf. Für dieses Engagement danken wir herzlich. Die Rückmeldungen fielen insgesamt sehr positiv aus. Viele Teilnehmende lobten die verständlichere und zeitgemässere Fassung. Auch die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen, wurde geschätzt. Die Zustimmung zu den einzelnen Anpassungen lag zwischen 85 und 92 Prozent.

Etwas kritischer beurteilt wurden zwei Punkte. So stellten rund 44 Prozent der Teilnehmenden die vorgesehene Regelung infrage, wonach nach zwei Jahren Unterbelegung ein Mehrzins von 20 Prozent hätte erhoben werden sollen. Damit wollte der Vorstand einen Anreiz schaffen, sich auch ausserhalb der BBZ nach einer passenderen Wohnung umzusehen. In den Rückmeldungen wurden dazu vor allem soziale Bedenken geäussert. Der Vorstand nahm diese ernst und strich den Passus wieder aus dem Reglement. Ausschlaggebend war auch, dass die gewünschte Wirkung nicht gesichert gewesen wäre. Ebenfalls aufgrund der Rückmeldungen senkte der Vorstand die Aufwandbeteiligung bei einem Umzug in eine gleich grosse Wohnung innerhalb der BBZ von zwei auf eine Netto-Monatsmiete. Beide Anpassungen wurden an den Informationsanlässen sehr positiv aufgenommen.

Fragen zu einzelnen Regeln

Die detaillierten Regelungen führten erwartungsgemäss auch zu vereinzelten Fragen. Diskutiert wurden unter anderem die soziale Durchmischung, die für die BBZ weiterhin ein wichtiges Anliegen darstellt, und im Reglement verankert bleibt sowie unter anderem auch mit dem Siedlungscoaching weiterverfolgt wird. Zur Sprache kamen zudem die Erwartungen an eine konsequente Anwendung der Regeln zur Unterbelegung sowie der Wunsch, unfaires Verhalten sorgfältig zu prüfen. Ein weiteres Thema war die zweijährige Wartefrist für einen internen Wohnungswechsel nach dem Ersteinzug in die BBZ. Diese sei notwendig, um zu häufige Wechsel zu vermeiden, erklärte Nussbaumer. Denn jeder Wohnungswechsel verursacht auch Instandsetzungsaufwand. Gleichzeitig betonte er, dass der Vorstand bewusst einen Artikel aufgenommen habe, der in Härte- und Einzelfällen bei allen Regeln sachlich begründete Ausnahmen ermöglicht. Entscheidend sei hier ein Vorgehen mit Augenmass: niemand soll zwischen Stuhl und Bank fallen.

Ob das neue Vermietungsreglement eingeführt wird, entscheidet die Generalversammlung vom 28. Mai 2026. Mit der Einladung erhalten die Genossenschafter*innen eine Übersicht über alle Anpassungen sowie zusätzliche Erläuterungen zu den aufgeworfenen Fragen.

Wunsch nach Transparenz und Fairness

Die beiden Informationsanlässe boten auch Raum für den Austausch über Themen des genossenschaftlichen Zusammenlebens, die nicht direkt zum Vermietungsreglement gehören. Angesprochen wurden unter anderem der Wunsch nach mehr gelebtem Gemeinschaftssinn, ein respektvoller Umgang im Alltag sowie eine stärkere Beteiligung an genossenschaftlichen Anlässen.

Zur Sprache kamen auch praktische Fragen, etwa zum Umgang mit Wohnungen bei Leerständen nach Todesfällen. Ebenso zeigte sich Informationsbedarf zur kurz- und längerfristigen Sanierungsplanung in den Siedlungen oder zum Wunsch nach Tumblern statt Luftentfeuchtern. Dabei wurde deutlich, dass grundsätzlich ein Bedürfnis nach niederschwelliger Kommunikation auf Augenhöhe besteht. Nussbaumer betonte, dass Anliegen jederzeit und über alle Kanäle an ihn persönlich oder an die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle gerichtet werden sollen.

Alles in allem zeigten sowohl die schriftliche Mitwirkung als auch die Informationsanlässe den Wunsch nach Transparenz, Fairness und einer ausgewogenen Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse innerhalb der Genossenschaft. Diesen Auftrag nimmt die BBZ gerne entgegen.


Weshalb ein Vermietungsreglement?
Ein Vermietungsreglement legt fest, welche Regeln bei der Vermietung, bei der Unterbelegung oder beim Wechsel von Wohnungen gelten. Es sorgt für verbindliche und einheitliche Regeln für Mieter*innen und für die Geschäftsstelle. Gleichzeitig setzt es die Vorgaben der Statuten im Bereich Vermietung konkret um und präzisiert sie. Für den Vorstand der BBZ ist wichtig, dass das Reglement zeitgemäss und verständlich ist. Es soll sowohl den einzelnen Mieter*innen gerecht werden als auch den Interessen der ganzen Genossenschaft.

Das alltägliche Zusammenleben in der Siedlung regelt hingegen die Haus- und Gartenordnung. Darin steht zum Beispiel, wie gemeinschaftliche Räume, Wege, Gärten oder Spielplätze genutzt werden, welche Regeln zu Ruhe, Sauberkeit und Rücksichtnahme gelten und wer wofür verantwortlich ist.



Baugenossenschaft BrunnenhofOffizielles

Stadt Zürich stellt die Weichen für die Zukunft

Die Stadt Zürich entwickelt sich weiter. Mit der Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) definiert der Stadtrat, wie Zürich den Herausforderungen von Wachstum, Klimawandel und bezahlbarem Wohnraum begegnen will. Die Revision beinhaltet hauptsächlich folgende Themen:

  • Massvolle zusätzliche Verdichtung
  • Sicherung eines massgeblichen Anteils an preisgünstigem Wohnraum
  • Verbesserungen des Lokalklimas und der Hitzeminderung
  • Steigerung der Biodiversität
  • Sicherung zusätzlicher Frei- und Grünräume 
  • Berücksichtigung des Ortsbilds
  • Harmonisierung der Baubegriffe gemäss den kantonalen Vorgaben

Die Unterlagen liegen vom 18. März bis zum 01. Juni 2026 öffentlich aus.

Wenn ihr Interesse habt, könnt ihr die Gelegenheit nutzen, euch an einem der Anlässe direkt vor Ort zu informieren. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Die Termine findet ihr hier.

Bild: Stadt Zürich
Baugenossenschaft BrunnenhofOffizielles

Gemeinsam lachen, frühstücken und Erinnerungen teilen

Am vergangenen Sonntag fand der erste von zwei Anlässen für unsere Bewohner*innen 60+ statt. In kleiner, gemütlicher Runde wurde gemeinsam gefrühstückt und beim Film «Bon Schuur Ticino» herzlich gelacht. Beim anschliessenden Aufräumen packten alle selbstverständlich mit an – ganz im Sinne des genossenschaftlichen Gedankens.

Sandra Hollenstein, BBZ-Siedlungscoach, zieht ein positives Fazit:

«Manchmal sind Leute enttäuscht, wenn nur wenige solche Begegnungsmöglichkeiten wahrnehmen. Hier war das überhaupt nicht der Fall: Die Stimmung war super und alle haben sich gefreut, dass etwas organisiert wurde. Das motiviert uns, weiterzumachen.»

Weiter geht es am 19. März 2026 im Gemeinschaftsraum an der Wehntalerstrasse 158: Franz Horváth vom Verband Wohnbaugenossenschaften Schweiz erzählt Spannendes zur Genossenschaftsgeschichte. Ausserdem zeigen wir Fotos und Erinnerungsstücke der BBZ von früher – und sammeln eure persönlichen Geschichten.

Anmeldung:
Über den Event auf beUnity oder direkt bei Sandra Hollenstein via E-Mail (sandra.hollenstein@bgbrunnenhof.ch) oder per WhatsApp +41 79 649 72 95.

 
Baugenossenschaft BrunnenhofOffizielles

Totes Holz – lebendige Natur

Die ökologische Aufwertung unserer Siedlungs­flächen ist ein Schlüsselelement in der Biodiversitätsförderung. Schon kleine Massnahmen sind wichtige Trittsteine für die ökologischen Vernetzung unserer Landschaften. Potenzial dafür besteht genug: Allein die Rasenflächen in der Schweiz sind grösser als alle kommunalen und kantonalen Schutzgebiete zusammen.

Eine mögliche Massnahme sind Totholzhaufen. Sie bieten Lebensräume für viele Insektenarten und Unterschlupf für Kleinsäugetiere, Reptilien und Amphibien. Sie dienen so der Förderung von Nützlingen im eigenen Garten. Auch in unseren Siedlungen haben wir zwischen unseren Hecken Totholzhaufen angelegt. Neuerdings in der Siedlung Käferholz, wie das Foto unseres Garten-Teams zeigt... Auf dass es kriecht und krabbelt...
Baugenossenschaft BrunnenhofOffizielles

Wechsel in der Kommunikation der BBZ


Unser Kommunikationsbeauftragter Philipp Grünenfelder konzentriert sich künftig wieder voll auf seine berufliche Selbständigkeit und verlässt die BBZ per Ende März 2026. Wir freuen uns, dass Jennifer Maurer seine Aufgaben übernimmt.

Jennifer Maurers Lebensmittelpunkt befindet sich seit Jahren unweit des Zürichsees. Die Nähe zu Zürich und ihre starke Verbundenheit zur Region prägen nicht nur ihr privates, sondern zukünftig auch ihr berufliches Engagement innerhalb der BBZ: «Ich starte im März mit grosser Motivation in meine neue Rolle bei der BBZ und freue mich darauf, Kommunikation gemeinsam weiterzudenken und konkret umzusetzen.»

Jennifer Maurer studierte Germanistik mit Schwerpunkt Journalistik und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der strategischen und operativen Unternehmenskommunikation.

Zuletzt leitete sie knapp vier Jahre den Bereich Communication & Content der bexio AG in Rapperswil, wo sie in einem digitalen und KI-geprägten Umfeld ein fünfköpfiges Team aufbaute und die gesamte Kommunikationsarbeit verantwortete. Zuvor war sie rund sechs Jahre als Leiterin PR und interne Kommunikation bei der Schwarzwälder Brauerei Rothaus tätig und fungierte dort auch als Pressesprecherin.

Jennifer Maurer vereint strategisches Denken mit einer ausgeprägten Hands-on-Mentalität und ist eine empathische, souveräne Persönlichkeit mit hoher Organisationsstärke. 

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Jennifer und wünschen ihr im März einen guten Start.
Baugenossenschaft BrunnenhofOffizielles

Wie Emre bei der BBZ neue Perspektiven gewinnt

Im Projekt «Out of School» des Laufbahnzentrums Zürich sammelt Emre bei der BBZ Berufspraxis – und Selbstvertrauen für den nächsten Schritt Richtung Lehrstelle.

Wenn Jugendliche in der Oberstufe plötzlich an Motivation verlieren, hat das oft weniger mit «Unlust» zu tun als mit offenen Fragen: Was kommt nach der Schule? Wo liegen die eigenen Stärken? Und wofür lohnt es sich, dranzubleiben? Genau hier setzt das Pilotprojekt «Out of School» des Laufbahnzentrums Zürich an. Es begleitet Schüler*innen, bei denen die Beziehungen in der Schule zwar stabil sind, der Antrieb fürs Lernen aber spürbar nachlässt. Ein ergänzender Praxistag kann helfen, wieder Selbstwirksamkeit zu erleben – und neue Zuversicht zu gewinnen.

Montags im Einsatz
Einer dieser Jugendlichen ist Emre Sarac. Der 15-Jährige ist Sekundarschüler und seit einiger Zeit jeweils montags bei den Technischen Diensten der BBZ im Einsatz. Er unterstützt bei anfallenden Arbeiten und lernt dabei den Beruf Fachmann Betriebsunterhalt näher kennen. Emre weiss, wie herausfordernd Schule sein kann – und wie wichtig es ist, einen Weg zu finden, der funktioniert: «Ich hatte in der Schule grosse Mühe und oft schlechte Noten. Ich weiss erst seit kurzem, dass ich ADHS habe. Für die Schule kann ich jetzt Medikamente nehmen und es geht viel besser.» Gleichzeitig erlebt er im Arbeitseinsatz etwas, das ihm Struktur, Abwechslung und Erfolgserlebnisse gibt: «Für die Arbeit brauche ich keine Medikamente, hier gibt es genug Abwechslung und ich komme auf meine Kosten.»
Für die BBZ ist dieses Engagement kein Nebenschauplatz. «Soziale Verantwortung gehört für uns einfach dazu», sagt Francis Rodriguez, Leiter der Technischen Dienste. Und er betont: «Lernen findet nicht nur im Klassenzimmer statt.» Seit rund zwei Jahren bietet die BBZ solche Einsatzmöglichkeiten an. «Sie sind ein Gewinn für alle Beteiligten – auch für unser Team», ergänzt er. Umso mehr, wenn Jugendliche so motiviert und neugierig sind wie Emre.

Schritte Richtung Lehrstelle
Was Emre besonders antreibt, ist die Art, wie ihm begegnet wird: «Ich finde das Team super. Alle nehmen mich ernst und erklären mir die Arbeiten gut. Ich habe das Gefühl, dass ich dazugehöre.» Natürlich gibt es auch Routinearbeiten: «Das Jäten und ‹Fötzele› sind etwas langweilig.» Umso schöner, dass es Highlights gibt – bei Emre ist es ein Klassiker: «Ich liebe das Rasenmähen.»
Den Beruf Fachmann Betriebsunterhalt kennt er aus der Familie: Sein älterer Bruder ist bereits im dritten Lehrjahr. Und trotzdem lernt Emre bei der BBZ Neues kennen, etwa wie vielfältig die Arbeit ist: «In der BBZ gehört viel Gartenarbeit dazu. Das hat mich überrascht. Aber ich bin wetterfest», ergänzt er schmunzelnd. Emre ist gern aktiv – auch in der Freizeit: «Ich brauche viel Bewegung, spiele Fussball und trainiere neuerdings in einem Boxclub. Das ist gut für den Körper aber auch für den Kopf.»

Wie es nach Abschluss des halbjährigen BBZ-Einsatzes weitergeht, formuliert Emre mit spürbarer Zuversicht: «Jetzt schaue ich, dass meine Noten noch besser werden in der Schule. Dann geht es auf die Lehrstellensuche.» Auch wenn es ihm bei der BBZ sehr gut gefällt: Sein Traum führt ihn vielleicht einmal zu den SBB – Logistik reizt ihn besonders.

Emres Beispiel zeigt, wie viel Potenzial sichtbar wird, wenn junge Menschen echte Praxis erleben dürfen – und wenn Erwachsene ihnen Vertrauen schenken. Wir danken Emre für seinen Einsatz und seine Offenheit. Und wir danken dem Team der Technischen Dienste für die Begleitung, die Zeit und das Herzblut, das solche Einsätze erst möglich macht.
Baugenossenschaft BrunnenhofOffizielles