Baugenossenschaft Brunnenhof

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Die BBZ wurde 1944 gegründet und ist heute eine mittelgrosse Genossenschaft mit rund 800 preiswerten Wohnungen für eine vielfältige Bewohnerschaft. Unsere Siedlungen sind in Zürich sowie in Schwerzenbach und Fällanden.

Mit der Community-App beUnity bieten wir allen Bewohner*innen eine Informations- und Vernetzungsplattform, die den persönlichen Austausch untereinander ergänzt und unterstützt.

Foto: René Tanner

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Rückblick: Gnossifest 2026

Das Gnossifest der BBZ am vergangenen Samstag (findet immer am internationalen Genossenschaftstag statt) liegt hinter uns und wir blicken auf einen gelungenen Sommertag in der Stammsiedlung zurück. Bei bestem Wetter wurde gespielt, gegessen, getanzt und gemeinsam Zeit verbracht.

Organisiert von BBZ-Bewohner*innen mit Unterstützung von BBZ-Siedlungscoach Sandra Hollenstein fand nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2025 bereits die zweite Ausgabe des Gnossifests statt. Ziel des Anlasses ist es, Bewohner*innen zusammenzubringen, Raum für Begegnungen innerhalb der Siedlung zu schaffen und einfach eine schöne Zeit zu haben.

Ein herzliches Dankeschön gilt vor allem allen Besucher*innen, die mit ihrer Teilnahme zum gelungenen Fest beigetragen haben. Ein besonderer Dank geht ebenso an die vielen engagierten Mitwirkenden und Helfer*innen, die das Gnossifest mit viel Einsatz möglich gemacht haben. Ob beim Auf- und Abbau, an der Bar, bei den Kreativ- und Spielangeboten (Zentrum ELCH, OJA, Bauspielplatz/Verein Abenteuerspielplatz Zürich-Affoltern, Jubla), auf der Bühne sowie hinter den Kulissen. 

Wir haben ein paar Eindrücke des Tages hier in einer Bildergalerie für euch zusammengestellt. Bitte beachtet: Da man bei beUnity nur eine begrenzte Anzahl an Bildern hochladen kann, findet ihr weitere Impressionen auf der Website.

Schon heute freuen wir uns auf das nächste Gnossifest. Habt ihr Ideen oder Wünsche? Dann freuen wir uns über eure Anregungen – einfach per E-Mail oder WhatsApp an Siedlungscoach Sandra Hollenstein (sandra.hollenstein@bgbrunnenhof.ch / 079 649 72 95).
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Herzliche Gratulation zum erfolgreichen Lehrabschluss!

Wir gratulieren unserem Lernenden Davide Castoldi ganz herzlich zum erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung zum Kaufmann EFZ!

Die feierliche Diplomübergabe fand am 06. Juli 2026 im Hallenstadion in Zürich statt. Insgesamt haben 1’263 Absolvent*innen das Qualifikationsverfahren erfolgreich bestanden – und wir sind sehr stolz, dass auch Davide zu ihnen gehört. Begleitet wurde er an der Feier von unserer Berufsbildnerin Divyam Täschler, die diesen besonderen Moment gemeinsam mit ihm feiern durfte.

Während seiner Ausbildungszeit bei der BBZ hat Davide mit seinem grossen Einsatz, seiner zuverlässigen Arbeitsweise sowie seiner stets ruhigen, bedachten und freundlichen Art überzeugt. Er war ein geschätzter Lernender und Kollege, der das BBZ-Team sehr bereichert hat.

Wir freuen uns sehr über seinen erfolgreichen Lehrabschluss. Gleichzeitig fällt uns der Abschied nicht ganz leicht: Ende Juli wird Davide die BBZ verlassen, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen.

Lieber Davide, wir danken dir herzlich für deinen Einsatz und die gemeinsame Zeit. Für deinen weiteren beruflichen und persönlichen Weg wünschen wir dir viel Erfolg, Freude und alles Gute!

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Viel Sonne – viel Solarstrom

Die Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern unserer Neubauten in der Stammsiedlung sowie unserer Liegenschaften in Schwerzenbach und Fällanden haben auch im 2. Quartal 2026 zuverlässig Solarstrom produziert. Dank vieler Sonnenstunden konnten erneut wertvolle Mengen erneuerbarer Energie erzeugt werden. 🌞

Wie sich das sonnige Wetter auf die Stromproduktion ausgewirkt hat, weshalb hohe Temperaturen Photovoltaik-Anlagen beeinflussen und wie unsere Anlagen insgesamt abgeschnitten haben, erfahrt ihr im ausführlichen Quartalsbericht: Solarstrom - Baugenossenschaft Brunnenhof Zürich

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Vogelvielfalt mitten in der Stadt


Wer mit offenen Augen durch unsere Stammsiedlung spaziert, hört nicht nur Vogelgesang, sondern entdeckt auch eine beeindruckende Artenvielfalt. Von geselligen Hausspatzen über farbenfrohe Stieglitze bis hin zu den faszinierenden Mauerseglern finden zahlreiche Vogelarten in der Siedlung geeignete Lebensräume. Dass dies kein Zufall ist, sondern eng mit der Gestaltung von Grünflächen, Hecken und Gebäuden zusammenhängt, erklärt Diana Marti von BirdLife Schweiz.

Städte gelten oft als lebensfeindlich für Tiere. Doch die Stammsiedlung der BBZ zeigt, dass auch in dicht bebauten Quartieren wertvolle Lebensräume entstehen können. Zwischen Bäumen, Hecken, Wiesen und Wohnhäusern finden zahlreiche Vogelarten Nahrung, Nistplätze und Rückzugsmöglichkeiten.

Zu den regelmässigen Gästen und Bewohnern zählen Hausspatzen, Blau- und Kohlmeisen, Stare, Mönchsgrasmücken, Hausrotschwänze, Baumläufer, Elstern, Rabenkrähen und Tauben.

«Viele Menschen sind überrascht, wie viele Vogelarten direkt vor ihrer Haustür leben», weiss Diana Marti, Projektleiterin Biodiversität im Siedlungsraum, BirdLife Schweiz. «Mit naturnahen Flächen können wir auch in der Stadt einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität leisten.»

Diana hat sich am frühen Morgen die Zeit genommen, um mit uns auf Vogelerkundungstour durch unsere Siedlung zu gehen. Sie war auch selbst begeistert von der Artenvielfalt hier vor Ort, die sich noch weiterführt, wenn man über die Wehntalerstrasse auf den Nordfriedhof geht. Dort hat Diana noch den Zilzalp und den Buntspecht entdeckt. Eine BBZ-Bewohnerin berichtete sogar, dass sie am dortigen Teich einen Eisvogel gesehen hatte.

Hinweis: Den Gesamtbeitrag mit allen Bilder (hier bei beUnity nicht identisch darstellbar), findet ihr auf unserer Website.

Besonders wichtig sind in der Stadt Wiesen, die nicht zu häufig gemäht werden. Sie bieten Nahrung für Insekten und produzieren Samen, die von verschiedenen Vogelarten als Nahrung benötigen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Distelfink, auch Stieglitz genannt. Der farbenprächtige Fink ernährt sich vor allem von Samenständen verschiedener Wildpflanzen. «Wenn Samenstände über den Winter stehen bleiben, finden Arten wie der Stieglitz auch in der kalten Jahreszeit noch Nahrung», erklärt Diana.

Die Meister der Lüfte: Mauersegler

Eine besonders faszinierende Vogelart ist der Mauersegler. Kaum ein anderer Vogel verbringt so viel Zeit in der Luft. Mauersegler jagen Insekten, trinken, schlafen und paaren sich sogar während des Flugs. Nur zur Brutzeit setzen sie sich ab.

«Mauersegler sind wahre Flugkünstler. Sie verbringen fast ihr ganzes Leben in der Luft und kehren jedes Jahr an dieselben Brutplätze zurück», weiss Diana.

Für Gebäudebesitzer sind sie zudem unkomplizierte Mitbewohner. Sie sind vergleichsweise leise und hinterlassen keine Verschmutzungen an Fassaden. Da ihre Brutplätze gesetzlich geschützt sind, sollten sie bei Sanierungen unbedingt berücksichtigt werden. Die BBZ hat die Mauersegler bereits bei der letzten Neubauetappe berücksichtigt und verschiedene Nistplätze in die Häuser integriert.

Warum Vögel Insekten brauchen

So unterschiedlich die Vogelarten auch sind – eines haben sie gemeinsam: Für die Aufzucht ihrer Jungen benötigen sie grosse Mengen an Insekten.

«Ohne Insekten gibt es auch weniger Vögel», sagt Diana. «Deshalb ist es wichtig, Lebensräume für Insekten zu schaffen – etwa mit Totholzhaufen, naturnahen Wiesen oder vielfältigen Hecken.» Totholz bietet zahlreichen Käfern, Wildbienen und anderen Insektenarten einen Lebensraum. Diese wiederum dienen vielen Vögeln als Nahrung. In der BBZ-Stammsiedlung gibt es rund 35 dieser Haufen, die extra von unserem Gärtner Juliano Anfang des Jahres in Handarbeit hergestellt wurden.

Gemischte Hecken statt Kirschlorbeer

Neben Wiesen spielen Hecken eine zentrale Rolle. Sie bieten Schutz, Nistplätze und Nahrung für zahlreiche Vogelarten. Besonders wertvoll sind Hecken aus diversen einheimischen Sträuchern wie Weissdorn, Tierlibaum, Pfaffenhütchen oder Liguster.

Weniger geeignet sind hingegen exotische Pflanzen wie Kirschlorbeer. Sie bieten vielen heimischen Insekten kaum Nahrung, breiten sich invasiv aus und sind deshalb sogar schädlich für die einheimische Biodiversität.

«Einheimische Pflanzen sind oft eng mit unserer Tierwelt verknüpft. Manche Insektenarten können ihre Eier nur auf ganz bestimmten Pflanzen ablegen. Fördern wir diese Pflanzen, fördern wir automatisch auch die Vögel und die dazugehörigen Insekten», so Diana.

Typische Nachbarn des Menschen

Zu den häufigsten Bewohnern von Siedlungen gehört der Hausrotschwanz. Ursprünglich lebte er in felsigen Landschaften, heute ist er ein typischer Kulturfolger und begleitet den Menschen bis in Städte und Dörfer.

Auch die geselligen Hausspatzen profitieren von naturnahen Siedlungen. Sie leben gerne in Gruppen und nutzen sowohl Gebäude als auch Hecken als Lebensraum.

Gemeinsam für mehr Biodiversität

Die Vogelvielfalt in der Stammsiedlung zeigt, wie viel mit vergleichsweise einfachen Massnahmen erreicht werden kann. Naturnahe Wiesen, einheimische Hecken, geeignete Nistmöglichkeiten und der Erhalt von Insektenlebensräumen schaffen wertvolle Voraussetzungen für zahlreiche Vogelarten.

«Jede naturnahe Fläche zählt», sagt Diana. «Und jede Siedlung sowie jede/jeder Bewohner*in kann auf dem eigenen Balkon einen Beitrag leisten, damit Vögel, Insekten und Menschen gemeinsam von einem lebendigen Umfeld profitieren.»

Weitere wichtige Informationen:

BirdLife Zürich / lokale BirdLife-Naturschutzvereine

BirdLife Zürich bietet viele spannende Veranstaltungen an. Ihr könnt auch Mitglied werden und /oder mit Spenden unterstützen.

Aufleben-Plattform

Die Plattform Aufleben bietet eine Vielfalt an Informationen und hilfreichem Hintergrundwissen. Allem voran der Trittstein-Designer, der einem aufzeigt, was man alles auf einem Balkon oder einer Terrasse machen kann, um die seinen Teil zu Biodiversität sowie Naturschutz beizutragen.

Verbund Lebensraum Zürich

Der Verein Verbund Lebensraum Zürich (LZ) setzt sich für den Schutz, die Förderung und die Schaffung naturnaher Grünräume sowie für die Biodiversität in und um Zürich ein. Das Netzwerk vereint rund siebzig Mitglieder aus Institutionen, NGOs, Bildungswesen, Privatwirtschaft und Wohnbaugenossenschaften.

Der VLZ organisiert unter anderem verschiedene Aktivitäten – zum Beispiel das immer im Mai stattfindende Abenteuer Stadtnatur, interessante Lunchtalks über die Wintermonate und das Grünform – ein Podiumsabend für Laien zu einem spannenden Thema.


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Sperrgut in der Stadt Zürich entsorgen – so einfach geht's

Habt ihr alte Möbel, eine Matratze oder andere grosse Gegenstände, die nicht in den Züri-Sack passen? Diese könnt ihr als Sperrgut selbst entsorgen oder bequem entsorgen lassen.

So bestellt ihr die Abholung

1. Sperrgut anmelden und Termin vereinbaren
  • Ruft das Service Center von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) von Montag bis Freitag, 7.00–17.00 Uhr an: 044 417 77 77
  • Ihr könnt auch ganz einfach online einen Rückruftermin buchen
2. Sperrgut für die Abholung parat machen
  • Die Abholung erfolgt von Montag bis Freitag.
  • Meldet die Abholung am besten einige Tage im Voraus an.
  • Vorher richtig trennen: Trennt Brennbares, Metall, Elektrogeräte und Grubengut
3. Sperrgut bereitstellen
  • Stellt die Gegenstände am vereinbarten Tag bis 7.00 Uhr gut sichtbar an den Strassenrand.
  • Die Abholung erfolgt im Laufe des Tages.

Was gehört zum Sperrgut?

Zum Beispiel:
  • Möbel
  • Matratzen
  • Teppiche
  • Koffer
  • Ski
  • Grössere Haushaltsgegenstände, die nicht in den Züri-Sack passen

Wichtig

  • Einzelne Gegenstände dürfen in der Regel maximal 40 kg schwer und 2,5 m lang sein.
  • Elektrogeräte, Metall und andere Materialien müssen teilweise getrennt entsorgt werden. Die ERZ berät euch gerne bei der Anmeldung.
  • Vielen Dank für eure Mithilfe: Damit unsere Siedlung sauber und einladend bleibt, bitten wir euch, Sperrgut nicht einfach an die Strasse oder auf Gemeinschaftsflächen zu stellen, sondern die offizielle Entsorgung bzw. Abholung zu nutzen. 

Kosten

Die Sperrgutabholung ist kostenpflichtig. Normalerweise kosten Anfahrt, 15 Minuten aufladen und entsorgen pauschal Fr. 86.50. 

Bei Fragen hilft euch das Service Center von ERZ gerne weiter.

Alle weitere Infos zum Thema Sperrgut entsorgen findet ihr hier

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Update zur Garagensanierung im Kiefernweg


Die Sanierungsarbeiten an der Tiefgarage bzw. der Zivilschutzanlage (ZSA) schreiten planmässig voran. Aktuell wird der bestehende Bodenbelag abgetragen. Während dieser Arbeiten kann es zu erhöhtem Baulärm kommen. Einen kleinen Einblick bekommt ihr durch die Bilder im Beitrag. 

Für die Dauer der Bauarbeiten wurde in der Künzlistrasse auf einem Teil der BBZ-Aussenparkplätze ein abgesperrter Bereich eingerichtet. Dort befinden sich eine Baumulde sowie die Baustelleneinrichtung der beteiligten Handwerksbetriebe. Die Fläche dient während der Bauphase zudem als Parkplatz für die Handwerker*innen sowie als Abstell- und Lagerfläche für Geräte und Material.

Wir danken euch für euer Verständnis und eure Geduld während der Ausführung der Arbeiten.

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Zwischen Abschied und Aufbruch

Wer wohnt denn da? Sie wollten längst in Australien leben. Stattdessen standen sie kurz vor der Hochzeit plötzlich ohne Zukunftsplan da: Flüge gestrichen, Grenzen geschlossen, Jobs gekündigt. Doch Daiana und Justin liessen sich nicht entmutigen. Die Geschichte eines Paares, das Krisen meisterte, einer ukrainischen Flüchtlingsfamilie ein Zuhause gab – und nun nach fast fünf Jahren im Goldregenweg 8 endgültig den Sprung nach Australien wagt.

Ein Zuhause auf Zeit – und doch ein Zuhause fürs Leben

Seit Ende 2021 leben Daiana und Justin Chaplin in der BBZ. Dort haben sie nicht nur ihre eigene Wohnung gemietet, sondern auch die Wohnung direkt nebenan. In dieser lebt heute eine ukrainische Mutter mit ihrer Tochter, für die das Paar bürgt und die durch ihre Unterstützung in der Siedlung ein neues Zuhause gefunden haben.

Die Verbundenheit mit der Genossenschaft reicht bei Daiana jedoch deutlich weiter zurück. Früher lebte sie in der BBZ-Siedlung im Käferholz 196. Später zog sie nach Schwamendingen in die Wohnung ihrer Mutter Claudia di Dio, während diese ihre frühere BBZ-Wohnung übernahm und dort bis heute lebt. Als Daiana und Justin ursprünglich nach Australien auswandern wollten, gaben sie ihre damalige Wohnung auf. Nach dem pandemiebedingten Scheitern ihrer Pläne lebten sie zunächst in der Airbnb-Wohnung einer guten Freundin in Dietikon. Als klar wurde, dass der nächste Auswanderungsversuch noch warten musste, wandte sich Daiana erneut an die BBZ – mit Erfolg. Das Paar erhielt eine befristete Wohnung im Goldregenweg 8.

Fluffy und Chibi – die wahrscheinlich einzigen Schildkröten der Siedlung

Wer die Wohnung von Daiana und Justin besucht, stösst auf einen besonderen Blickfang: den vermutlich grössten Wassertank im Quartier. Darin leben Fluffy und Chibi, zwei chinesische Streifenschildkröten, die längst Teil der Familie geworden sind.

Die Leidenschaft für Tiere verbindet beide seit Jahren. Vor allem Schildkröten haben es Daiana angetan: «Ich habe schon immer Schildkröten gewollt, war aber auch immer viel unterwegs und am Reisen, daher hat es sich nie ergeben.»

Als die Pandemie begann, besuchten die beiden eine von Daianas Schwestern im Tessin. Das Thema kam erneut auf den Tisch. Justin reagierte pragmatisch: «Why not?!»

Was folgte, war eine vierstündige Suche durch verschiedene Zoofachgeschäfte. Am Ende entschieden sie sich für zwei völlig unterschiedliche Tiere: Justin wählte die aktivste und wildeste Schildkröte aus dem Becken, Daiana jene, die schüchtern in einer Ecke sass. Gemeinsam reisten die beiden kleinen Schildkröten mit dem Zug von Varese nach Zürich.

«Am Anfang haben sie gerade mal in eine Hand gepasst,» erinnert sich Daiana. Heute sind Fluffy und Chibi zwei stattliche Schildkröten. Mit ihnen wuchs auch ihr Zuhause. Für den mittlerweile sehr grossen Tank erhielt das Paar von der BBZ sogar eine Sondergenehmigung – möglich war dies nur dank der Erdgeschosswohnung.

Doch nun steht eine schwere Entscheidung bevor: Weil Daiana und Justin im Herbst nach Australien auswandern, suchen sie für Fluffy und Chibi ein neues Zuhause. Daiana und Justin haben einen Wunsch für die beiden: «Am besten mit Teich. Denn eigentlich sind sie schon jetzt zu gross für ihren Tank.»

Wer den beiden Schildkröten ein neues Zuhause bieten kann, darf sich gerne melden.

Eine Liebe zwischen zwei Kontinenten

Die Geschichte von Daiana und Justin begann 2018. Beide waren damals Anfang zwanzig, heute sind sie 32 Jahre alt. Schon früh war ihnen klar: «Das mit uns ist etwas für immer.»

Die grosse Frage lautete deshalb nicht, ob sie gemeinsam leben würden, sondern wo. In der Schweiz oder in Sydney, Justins Heimatstadt? Die Entscheidung fiel schliesslich zugunsten Australiens. Justin, ausgebildeter Lehrer, hatte in der Schweiz mit der Anerkennung seines Abschlusses und anfänglichen Sprachhürden zu kämpfen. Daiana hingegen fand in der Medizinbranche problemlos berufliche Perspektiven in Australien.

Doch dann kam die Pandemie.

Der Abend, an dem alle Pläne zerplatzten

Eigentlich war alles vorbereitet. Die Hochzeit in der Schweiz stand bevor. Mit viel Glück erhielt Justin sogar ein Spezialvisum, um überhaupt einreisen zu können, trotz den Anfängen der Pandamie. Die Wohnung war gekündigt, die Jobs aufgegeben, die Koffer gepackt.

Am Abend vor der grossen Abschiedsparty kam die Nachricht, die alles veränderte.

«Noch auf der Abschiedsparty mussten wir allen sagen, dass unsere Flüge gestrichen wurden und wir erstmal nicht auswandern werden,“ erinnern sich die beiden.  Australien schloss wegen der Pandemie seine Grenzen. Selbst Justin konnte vorerst nicht zurückreisen. «Das war heftig. Von jetzt auf gleich waren unsere ganzen Zukunftspläne weg.»

Was folgte, waren Monate voller Unsicherheit. Niemand wusste, wie lange die Pandemie dauern würde. Eine gute Freundin stellte den beiden ihre Airbnb-Wohnung zur Verfügung, die ohnehin kaum vermietet werden konnte aufgrund der Pandemie. Gleichzeitig musste schnell eine neue berufliche Perspektive gefunden werden. Gemeinsam mit dem RAV fand Daiana rasch eine Temporärstelle.

Der Behördenmarathon und der fehlende Zeigefinger

Zur Unsicherheit kamen unzählige Behördengänge, komplizierte Formulare und die Sorge um Justins Aufenthaltsstatus. Die beiden denken zurück an die herausfordernde Zeit: «Es war alles sehr ungewiss mit nicht enden wollenden Behördengängen, Stapeln an komplizierten Formularen, Verzweiflung und Ängsten.»

Als endlich die biometrischen Daten für Justins Aufenthaltsbewilligung erfasst werden sollten, tauchte die nächste Hürde auf. Justin fehlt seit seinem siebten Lebensjahr der obere Teil des rechten Zeigefingers. Bei einem Ferienaufenthalt in den USA war seine Hand als Kind in eine Rolltreppe geraten und ein Teil des Fingers musste amputiert werden.

Dennoch bestand die zuständige Person zunächst darauf, ausschliesslich die beiden Zeigefinger zu scannen. Alternativen seien nur mit einer ärztlichen Bescheinigung des amerikanischen Arztes möglich, der die Amputation damals vorgenommen hatte.

Zu diesem Zeitpunkt drängten die Behörden bereits auf eine Ausreise, während gleichzeitig kaum Flüge verfügbar waren. «Wir wurden mit allem sehr auf die Probe gestellt. Es war unglaublich anstrengend und kräftezehrend, aber am Ende haben wir es geschafft.»

Schliesslich wurde die offensichtliche Situation anerkannt und statt der Zeigefinger die beiden Mittelfinger erfasst. Kurz darauf traf die ersehnte Aufenthaltsbewilligung ein: «Das war eine grosse Erleichterung.» Endlich konnte das Paar etwas zur Ruhe kommen.

Besondere Geschenke und grosse Gesten

Wer mit Daiana und Justin spricht, merkt schnell: Ihre Beziehung lebt von vielen Aufmerksamkeiten.

Justin überraschte seine Frau über die Jahre immer wieder mit aussergewöhnlichen Geschenken. Zur Hochzeit schenkte er ihr eine japanische Toilette – inklusive beheiztem Klodeckel und verschiedenen Komfortfunktionen, die in die Wohnung im Goldregenweg einziehen durfte. Noch persönlicher war jedoch ein eigens entworfenes Lego-Set: Auf der einen Seite Daianas Schlafzimmer in der Schweiz, auf der anderen Justins Schlafzimmer in Australien. Dazwischen lediglich die Fenster eines Flugzeugs. «Das war, als wir noch nicht fest zusammen gewohnt haben,» blicken die beiden zurück.

Damals telefonierten und facetimten die beiden bis zu drei Mal täglich. Wegen der Zeitverschiebung stellte Justin seinen Wecker oft mitten in der Nacht. Aus der Ferne organisierte er sogar Blumen oder Daianas Lieblingsessen. Trockenblumen-Bouquets, kleine Zettel mit Liebesbotschaften und viele weitere Gesten erzählen von einer Beziehung, die auf Aufmerksamkeit und Verbindlichkeit beruht. «Für die Liebe braucht es nicht nur schöne Worte, sondern vor allem Taten,» findet Justin.  Eine Haltung, die in der heutigen schnelllebigen Dating-Kultur leider oft verloren geht.

Beruflich angekommen – auch ohne Australien

Während sich die Auswanderung verzögerte, bauten sich beide in der Schweiz ein erfolgreiches Leben auf.

Justin fand rasch eine Stelle bei den ABC Schools in Regensdorf, einer zweisprachigen Ganztagesbetreuung vom Krippenalter bis zum privaten Kindergarten.

Daiana arbeitet zu 60 Prozent als Praxismanagerin in einer Augenarztpraxis. Zusätzlich gründete sie ihr eigenes Unternehmen Valoreye. Das Unternehmen unterstützt Augenarztpraxen bei der Rechnungsabwicklung – von der Rechnungsprüfung über die Kommunikation mit Versicherungen bis hin zu Mahnwesen und Inkasso. Ziel ist es, offene Forderungen zu reduzieren und Praxen administrativ zu entlasten. Der Plan ist, das Unternehmen auch von Australien aus weiterzuführen. «Aber wie es wirklich kommt, das sehen wir dann,» meint Daiana.

Ein Zuhause für Menschen auf der Flucht

Aber nicht nur für sich selbst fanden Daiana und Justin ein Zuhause in der BBZ.

Kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs nahmen sie eine ukrainische Flüchtlingsfamilie bei sich auf. Anfangs lebten alle gemeinsam in ihrer Wohnung. «Wir waren mit die Ersten, die hier in Zürich eine Flüchtlingsfamilie aufnahmen.» Als die Wohnung nebenan frei wurde, konnten Mutter und Tochter dort einziehen. Heute haben sich beide ein eigenständiges Leben aufgebaut. Die Mutter arbeitet als Gärtnerin, die Tochter absolviert eine Ausbildung zur Erzieherin.

Daiana unterstützte die Familie weit über die reine Wohnsituation hinaus. In den ersten Monaten stand sie in engem Austausch mit den zuständigen Behörden und half bei Themen wie Meldeverfahren, Krankenversicherung und weiteren administrativen Fragen: «Ich konnte dort sehr viel von meinem Wissen teilen.“

Abschied mit gemischten Gefühlen

Nach fast fünf Jahren in der BBZ beginnt nun die letzte Phase vor dem grossen Schritt nach Australien.

Die Mietverträge im Goldregenweg 8 waren stets auf sechs Monate befristet. Einerseits wegen des Alters des Hauses und der anstehenden Weiterentwicklung der Stammsiedlung, andererseits weil das Paar nie wusste, wann der nächste Auswanderungsversuch starten würde. Die Kosten dafür sind erheblich. Allein Daianas Visum bewegt sich im fünfstelligen Bereich. Im September diesen Jahres wollen sie es nun endgültig wagen.

«Jetzt heisst es vor allem ausmisten, verschenken, verkaufen und zusammenräumen. Wir wollen so viel wie möglich hier lassen.» Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren.

Familie bleibt Familie – auch am anderen Ende der Welt

Natürlich fällt der Abschied nicht leicht. Vor allem ihre vier Geschwister sowie ihre sechs Neffen und Nichten wird Daiana vermissen. Die Familie lebt heute verteilt zwischen Deutschland, der Schweiz – unter anderem in Bülach und im Tessin – sowie Frankreich.

Justin sieht die Sache mit einem Schmunzeln: «Du magst meine Eltern aber fast mehr als mich.» Und fügt einen weiteren Vorteil hinzu: «Der Strand ist auch nur 20 Minuten von unserer neuen Wohnung entfernt.»

Ganz auf Familienbesuch verzichten müssen die beiden ohnehin nicht. Daianas Mutter hat bereits einen Flug für November gebucht und wird zwei Monate in Australien verbringen. Zuvor freuen sich Daiana und Justin aber noch auf den Besuch von Justins Eltern in der Schweiz.

Die BBZ wird immer ein Teil ihrer Geschichte bleiben

In all den Jahren haben sich Daiana und Justin in der BBZ stets wohlgefühlt. Schon früher im  Käferholz, später dann im Goldregenweg 8. Auch wenn sie immer wussten, dass irgendwann der Moment für Australien kommen würde, fühlte sich die Siedlung nie wie eine Zwischenstation an.

Sie erinnern sich gerne an Generalversammlungen, an die Daiana ihre Mutter begleitete, das Gnossifest oder gemeinsame Grillabende in der Siedlung.

Und vielleicht beschreibt genau das ihre Geschichte am besten: Obwohl vieles in ihrem Leben vorübergehend war – Wohnungen, Visastatus, Auswanderungspläne oder befristete Mietverträge – schufen sie überall dort, wo sie ankamen, etwas Bleibendes.

Ein Zuhause. Für sich selbst. Für ihre Schildkröten. Für Freunde. Und für Menschen, die dringend eines brauchten.

Im September beginnt für Daiana und Justin nun das nächste Kapitel. Diesmal soll der Flug nach Australien tatsächlich starten. Doch ein Teil ihrer Geschichte wird immer hier bleiben – im Goldregenweg 8.

Hinweis: Den Gesamtbeitrag mit allen Bilder (hier bei beUnity nicht identisch darstellbar), findet ihr auf unserer Website.

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Wer wohnt denn da?

Wir möchten unseren Bewohner*innen gerne immer wieder Menschen vorstellen, die unsere Genossenschaft bereichern – mit ihren Geschichten, ihrem Engagement oder einfach durch ihre Art zu leben. Kennt ihr Menschen, die unbedingt porträtiert werden sollten? Oder möchtet ihr selbst eure Geschichte teilen?

Text und Fotos: Jennifer Maurer
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Das Programm für das Gnossifest 2026 ist da!

Wir freuen uns, euch das Programm für unser diesjähriges Gnossifest am Samstag, 4. Juli präsentieren zu können. Euch erwartet ein abwechslungsreicher Tag mit Spiel, Spass, Musik, Begegnungen und vielen Aktivitäten für Gross und Klein. Auf dem Programm stehen unter anderem die bunte Festparade durch die Siedlung, Hüttenbauen, Kinderschminken, Henna- und Glitzertattoos, Gruppenspiele, Brett- und Kartenspiele, eine Massage-Ecke sowie Linedance. 

Natürlich kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz: An der Bar gibt es alkoholische und alkoholfreie Getränke, für die jüngeren Gäste stehen Sirup, Mocktails und Zuckerwatte bereit. Ab 17 Uhr sorgen verschiedene Verpflegungsstände mit griechischen, asiatischen und Grill-Spezialitäten für kulinarische Vielfalt. 

Ein besonderes Highlight erwartet euch am Abend: Von 20 bis 22 Uhr spielt die zehnköpfige Liveband wildenHilde und sorgt mit Rock, Reggae, Ska, Funk sowie Latin-Afro für beste Stimmung und volle Tanzflächen. 

Wer schon jetzt in Festlaune kommen möchte, kann auf der Website der Band wildenHilde Hörproben entdecken und sich musikalisch auf das Fest einstimmen.

Vielen Dank bereits an dieser Stelle an unser fleissiges Organisationskomitee und die zahlreichen Helfer*innen, die dieses Fest erst möglich machen. 

Wir freuen uns auf einen fröhlichen Sommertag mit vielen schönen Begegnungen und darauf, gemeinsam mit euch zu feiern! 🎉☀️🎶🍴


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Neu: BBZ-Gemeinschaftsraum bequem online buchen


Der Gemeinschaftsraum in der Stammsiedlung (Wehntalerstrasse 158, 8057 Zürich) steht unseren Bewohner*innen für Feste, Treffen, Kurse, Sitzungen und viele weitere Aktivitäten zur Verfügung.

Neu ist die Reservation noch einfacher: Ab sofort könnt ihr die Verfügbarkeit direkt online im Kalender prüfen und den Raum bequem reservieren.

Ob Geburtstagsfeier, Spielnachmittag, Vereinsanlass oder Nachbarschaftstreffen – der Gemeinschaftsraum bietet Platz für gemeinsames Erleben und Begegnungen.

Alle Informationen sowie den Buchungskalender findet ihr hier:
Gemeinschaftsraum Stammsiedlung - Baugenossenschaft Brunnenhof Zürich

Wir freuen uns auf viele schöne Anlässe und Begegnungen im Gemeinschaftsraum.


PS: Gerne weitersagen!

Auch Freund*innen, Familienmitglieder oder Bekannte, die nicht in der BBZ wohnen, können den Gemeinschaftsraum für ihren Anlass mieten. Wer also auf der Suche nach einem schönen Raum für eine Feier, ein Treffen oder einen besonderen Anlass ist, darf sich gerne den Raum und die verfügbaren Termine im Online-Kalender ansehen.


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